Familienaufstellungen

"Das Schicksal nimmt nichts, was es nicht gegeben hat."
Seneca

 

Die Aufstellung des familiären Systems, ob nun mit realen Personen oder mangels Anwesenheit derselben mit gedachten Personen des eigenen Systems gibt sowohl mir als Therapeuten als auch meinem/n Klienten die Möglichkeit in relativ kurzer Zeit, Einblicke in familiäre Zusammenhänge und Spannungsfelder fühlend zu begreifen.

Auf diese Weise sind oftmals mit einer Aufstellung Entwicklungsschritte zu gehen und Blockaden aufzulösen, für die man, hätte man es über den Verstand und die Sprache versucht, Monate benötigt hätte. Oftmals ist Schuld und Versagen aus früheren Generationen so tief in einer Person verborgen, dass die Sprache und das Denken allein nicht ausreicht, um dieselben zu entdecken und an ihren "richtigen" bzw. an gestammten Platz zu verweisen.

Eine Aufstellung ist jedoch weder ein Wunderheilmittel noch ein Orakel, es ist die Darstellung des Ist-Zustandes.

Durch das fühlende Begreifen dieses Ist-Zustandes wird es möglich, Blockierendes zu erkennen und davon frei zu werden, um den Blick in das eigene Leben wagen zu können.




Eine Aufstellung ist kein starres Bild, sondern sie bewegt und verändert sich unter therapeutischer Anleitung so lange bis der Klient das Gefühl hat, dass es gut ist. Aus diesem Grund ist eine Aufstellung für mich immer nur Teil der gesamten systemischen Therapie. Denn erst nachdem eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung zwischen Klient und Therapeut aufgebaut ist, ist nach meiner Erfahrung, ein wirkliches Öffnen und Zulassen von Gefühlen innerhalb einer Aufstellung möglich.